Einmaleins für Wegepaten

Wegepaten

Sobald die Temperaturen wieder ansteigen und die Bäume ausschlagen, machen sich die Paten des Rhein-Taunus-Klub auf ihre Wanderwege. Über 30 Streckenwege bieten dem Wanderer Orientierung in der Natur und verbinden Orte und Sehenswürdigkeiten. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, lädt der in Wiesbaden beheimatete Wanderverein am Sonntag, den 15. März Interessierte ein zum Einmaleins für Wegepaten. Gestartet wird um 10.00 Uhr an der Endhaltestelle der Linie 1 im Nerotal.

Hier beginnen gleich drei Wanderwege, die gekennzeichnet sind mit einem gelben Balken, einem roten und schwarzen Punkt. Bei der ca. zweistündigen Veranstaltung lernen die Teilnehmer die Leute hinter den Wanderwegen kennen und erfahren, worauf es bei der Markierung ankommt. Gerade innerhalb von Ortschaften ist eine dichte Beschilderung erforderlich. Und so führt die diesjährige Strecke über Nordfriedhof und Unter den Eichen zu einem romantischen Pfad entlang des Kesselbachs.

Während sich Wanderer über neue Wege in der Region – z.B. die Via Mattiacorum zwischen Idstein und Wiesbaden oder die WisperTrails zwischen Heidenrod und Lorch – freuen können, verzeichnet der Deutsche Wanderverband, dem der Klub angehört, einen Verlust an naturnahen Wanderwegen. Sei es durch Ausbau und Versiegelung oder durch die Mehrfachnutzung etwa durch Mountainbiker. Hier und da sehen die Förster als letzte Lösung nur noch die Sperrung mit Bäumen und Ästen. Damit sind die Pfade aber auch für Wanderer nicht mehr begehbar.

Seit einigen Jahren wird im Naturpark Rhein-Taunus über eine Bereinigung der Freizeitwege nachgedacht. So manche Streckenführung, die vor Jahrzehnten wohl überlegt war, macht heute kaum mehr Sinn. Orte haben sich ausgedehnt, Bus- und Bahnverbindungen geändert, Aussichten sind zugewachsen oder – eben – naturbelassene Wege wurden befestigt. Um die erhaltenswerten Teilstücke zu identifizieren, werden auch Test-Wanderer für die bestehenden Wege gesucht.