140 Jahre Rhein-Taunus-Klub

Blick vom Wilhelm-von-Opel-Turm am Kellerskopf

Als Wiesbadener Rhein- und Taunus-Club wurde unser Wanderverein am 27. Juli 1882 gegründet. Seither engagieren sich die Mitglieder für alle Wanderfreunde in der Region. So wurden zahlreiche Wanderwege angelegt und in Karten verzeichnet, Wanderbücher herausgegeben, Schutzhütten, Aussichtstürme und Berggasthöfe errichtet.

Erkennungszeichen sind die farbigen Balken, Dreiecke, Kreuze, Punkte und Rauten an den Bäumen. Sie weisen den Weg von A nach B. Rundwege kamen en vogue um 1968, dem Gründungsjahr des Naturpark Rhein-Taunus, mit dem der Klub eng zusammenarbeitet. Fernwanderwege wie Rheinhöhenweg und Taunushöhenweg sind unverändert gute Orientierungshilfen, werden aber längst von Angeboten wie Rheinsteig und Wisper Trails überholt. Welche Wege oder Abschnitte erhaltenswürdig sind und auf welche man getrost verzichten kann, wird aktuell geprüft.

Schon 1883 wurde auf der Hohen Wurzel ein Turm errichtet. Er wurde 1924 dem Vorsitzenden Gustav Vietor gewidmet. Stand er anfangs auf weiter Flur, überragten ihn die Bäume zuletzt ringsum. 2006 wurde er schließlich abgerissen. Die Berggasthöfe am Kellerskopf, Schläferskopf und der Hallgarter Zange waren beliebte Ausflugsziele, belasteten den Verein aber zunehmend und wurden in den 1960/70er Jahren in andere Hände gegeben.

Über die geführten Wanderungen fanden Generationen naturverbundener Menschen den Weg zum Verein. Sie waren und sind das Fundament der gemeinnützigen Arbeit. Viele Mitglieder halten dem Klub über Jahre und Jahrzehnte die Treue. Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem ein Nachfolger als Wegepate, Wanderführer, Fachwart oder Vorstand gesucht wird. „Da geht es uns nicht besser als anderen Vereinen“, sagt Jörg Sobek, Vorsitzender des Rhein-Taunus-Klub. „Solange der Spaßfaktor erhalten bleibt, sollte es aber gelingen, den Verein noch lange fortzuführen.“

Foto: Blick vom Wilhelm-von-Opel-Turm am Kellerskopf